
In vielen Gesprächen mit Führungskräften höre ich immer wieder den Satz:
„Meine Mitarbeiter können jederzeit zu mir kommen.“
Das ist gut gemeint.
Aber reicht es als Indiz für gute Führungsarbeit?
Eine offene Bürotür bedeutet noch lange nicht, dass Mitarbeiter tatsächlich ansprechen, was sie beschäftigt.
Denn vorher stellen sie sich möglicherweise ganz andere Fragen:
Wie wird meine Führungskraft reagieren?
Werde ich auch wirklich ernst genommen?
Gilt Kritik wirklich als erwünscht?
Oder bin ich danach derjenige, der „immer Probleme sieht“?
Psychologische Offenheit entsteht nicht durch eine Tür. Sie entsteht durch Erfahrungen.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter mit einer schlechte Nachricht kommt? Oder ihnenwiderspricht oder einen (gravierenden) Fehler zugibt?
Das sind die Momente, in denen sich entscheidet, ob Mitarbeiter beim nächsten Mal wieder zu Ihnen kommen. Sich Ihnen an vertrauen. Vielleicht ist deshalb nicht die wichtigste Frage:
„Ist meine Tür offen?“
Sondern:
„Was erleben meine Mitarbeiter, wenn sie hindurchgehen?“

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